
Mich beschäftigt seit vielen Jahren eine Frage:
Was braucht es, damit aus Inhalten ein tragfähiger Lernprozess wird?
Warum kommt etwas bei Menschen an? Warum gerät ein Prozess ins Stocken? Und weshalb kann dieselbe Methode in einer Gruppe etwas öffnen und in einer anderen vollkommen wirkungslos bleiben?
Aus diesen Fragen ist meine Arbeit als Lernarchitektin und Formatentwicklerin entstanden.
Ich begleite Menschen dabei, aus ihren Themen und Ideen eigene Workshops, Fortbildungen, Lernräume und andere Formate zu entwickeln. Dabei geht es um weit mehr als eine sinnvolle Reihenfolge von Inhalten. Ein Format braucht ein klares Ziel, eine tragfähige Dramaturgie, Orientierung und genügend Beweglichkeit, um auf die Menschen im Raum reagieren zu können.
Meine eigene Bildungsreise
Mein Weg in die Bildungsarbeit war alles andere als geradlinig.
Ich startete mit einer Hauptschulempfehlung, wiederholte die achte Klasse der Realschule und schaffte meinen Abschluss nur knapp. Nach einer Ausbildung zur Bürokauffrau holte ich das Abitur nach, schrieb nebenbei für eine Lokalzeitung und schloss später mein Lehramtsstudium mit einer sehr guten Note ab.
Mein eigener Weg hat meinen Blick auf Lernen nachhaltig geprägt. Er hat mir gezeigt, wie wenig eine einzelne schulische Phase darüber aussagt, was ein Mensch grundsätzlich kann und wie entscheidend Motivation, Selbstwirksamkeit und eine passende Lernumgebung für Entwicklung sein können.

Meine Erfahrung
Ich bin ausgebildete Lehrerin für Deutsch und Kunst und arbeite heute an einer Fachschule für Sozialpädagogik. Dort unterrichte ich angehende Erzieherinnen und Erzieher unter anderem in Deutsch, sprachlicher Bildung und Kunst.
Zuvor habe ich an verschiedenen Gemeinschafts- und Stadtteilschulen gearbeitet, darunter eine Hamburger Schule in sozial herausfordernder Lage. Hinzu kommen meine Erfahrungen aus Fortbildungen, Beratungen und der Entwicklung eigener Lern- und Erfahrungsräume.
In all diesen Arbeitsfeldern begegnet mir dieselbe Grundfrage: Wie müssen Prozesse gestaltet sein, damit Menschen Orientierung finden, eigene Zusammenhänge herstellen und das Erarbeitete in ihre Praxis übertragen können?
Meine heutige Arbeit
Als Lernarchitektin schaue ich auf mehrere Ebenen gleichzeitig:
Was soll in einem Format tatsächlich entstehen? Welche Voraussetzungen bringen die Teilnehmenden mit? Welche innere Bewegung braucht der Prozess? Wo ist Führung notwendig – und wann darf sie zurückgenommen werden?
Ich verbinde dabei meine pädagogische und didaktische Erfahrung mit Perspektiven aus Kreativität, Körperwahrnehmung, Reflexion und Prozessführung. Meine Zusatzqualifikation als Kunst- und Kreativitätstherapeutin erweitert diesen Blick um die Begleitung kreativer Prozesse und den Umgang mit inneren Blockaden.
Ich entwickle eigene Formate und begleite Coaches, Beratende, Lehrende und andere Angebotsentwickelnde dabei, ihre Inhalte in tragfähige Lern- und Erfahrungsräume zu übersetzen.

Die Denkbewegungsanalyse
Aus meiner praktischen Arbeit ist die Denkbewegungsanalyse (DBA) entstanden.
Sie richtet den Blick darauf, wie Menschen Informationen aufnehmen, Zusammenhänge herstellen, Fragen entwickeln und zu Entscheidungen gelangen. Dabei werden unterschiedliche Denkzugänge und die Bewegungen sichtbar, die innerhalb eines Lern- oder Erkenntnisprozesses stattfinden.
Die DBA ist ein von mir entwickeltes Analyse- und Reflexionsmodell. Sie hilft mir dabei, Lernprozesse differenzierter zu betrachten und Formate so zu gestalten, dass verschiedene Wege des Denkens darin Platz finden.
Wofür ich arbeite
Mich interessiert, was zwischen einem Inhalt und einem Menschen geschieht.
Denn ein fachlich gutes Thema allein trägt noch keinen Prozess. Entscheidend ist, wie daraus ein Weg entsteht, auf dem Menschen verstehen, erproben, hinterfragen und eigene Erkenntnisse entwickeln können.
Genau dort setzt meine Arbeit an:
Aus Inhalten werden wirksame Räume.
Persönlich
Ich lebe mit meinem Mann und unseren beiden Kindern nahe der Ostsee im Norden Deutschlands.
Viele der Wege, Felder und Küstenlandschaften, die du auf dieser Website siehst, liegen direkt vor meiner Haustür. Sie erinnern mich daran, dass Entwicklung selten geradlinig verläuft – und trotzdem eine Richtung haben kann.

Kurzprofil
- Lernarchitektin und Formatentwicklerin
- Lehrerin für Deutsch, sprachliche Bildung und Kunst
- zertifizierte Kunst- und Kreativitätstherapeutin
- Entwicklerin der Denkbewegungsanalyse (DBA)
- Autorin von Fachtexten und praxisorientierten Leitfäden
